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Anja Dreher-Krühsel

Heilpraktikerin für Psychotherapie

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Anja Dreher-Krühsel
Heilpraktikerin für Psychotherapie

EMDR

EMDR ist die Abkürzung für Eye Movement Desensitization and Reprocessing (auf deutsch: Augenbewegungs-Desensibilisierung und Wiederaufarbeitung)

Diese moderne Psychotherapiemethode wurde Ende der 1980er Jahre von der amerikanischen Psychologin Francine Shapiro in den USA zunächst zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) entwickelt, wird heute aber sehr erfolgreich für ein viel größeres Spektrum an Indikationen eingesetzt:

  • bei kurz zuvor stattgefundenen traumatischen Erlebnissen
  • bei post-traumatischen Störungen
  • bei depressiven Belastungsreaktionen
  • bei Ängsten
  • bei Panik
  • bei Zahnarztangst
  • bei Phobien
  • bei Psychosomatik
  • bei Schmerzen
  • bei Verlusten wie Trauer, Trennung, Arbeitslosigkeit, Umzug
  • bei Krankheit (Verlust von Gesundheit)
  • zur Ressourcenstärkung
  • im Coaching

So funktioniert EMDR

Das zentrale Element dieser Therapie ist das Arbeiten an unverarbeiteten Erinnerungen. Normale Erfahrungen werden im Gedächtnis gespeichert, indem sie sortiert und mit Inhalten verknüpft werden. So können die Informationen verarbeitet werden und der Mensch erinnert sich an die Erfahrungen. Ein Teil dieser Verarbeitung findet während des Schlafes in der sogenannten REM-Phase statt.
Beim intensiven erleben von Angst, Hilflosigkeit oder einer lebensbedrohlichen Situation verhält sich der Körper wie in einer Art Alarmbereitschaft. Er schaltet in einen „Überlebensmodus“.
Dadurch kann bei solch traumatischen Erlebnissen die Verarbeitung nicht richtig funktionieren. Das Erlebte „geistert“ weiterhin im Hirn herum und kann nicht verarbeitet werden.

Im EMDR-Prozess werden solche Themen dosiert bearbeitet, das Gehirn kann sie wieder aufbereiten.und wie eine normale Erinnerung ins Gedächtnis einsortieren.

Wie läuft EMDR ab?

Zur Bearbeitung der Erinnerung werden die Betroffenen wiederholt angeleitet, kurzzeitig mit der belastenden Erinnerung in Kontakt zu treten. Gleichzeitig wird eine sogenannte bilaterale Stimulation durchgeführt:

Diese besteht aus Augenbewegungen, Tönen, kurzen Berührungen des Handrückens (sogenannte Taps) oder Fingerschnippen. Dadurch scheint im Gehirn ein Informationsverarbeitungsprozess angestoßen zu werden.

Bei EMDR ist es nicht notwendig, das belastende Ereignis detailliert zu schildern.

Wirkmechanismus von EMDR

Der genaue Wirkmechanismus der EMDR-Methode ist bisher nicht klar. Folgende drei Mechanismen sollen bewirken, dass der Betroffene die Erinnerungen an ein Trauma nicht mehr als bedrohlich empfindet:

  • Die Erinnerungen an das Trauma werden wiederholt in der sicheren Umgebung der Therapie hervorgeholt. Somit verknüpfen sie sich mit dem Gefühl relativer Sicherheit und der Betroffene lernt, dass die Erinnerungen nicht bedrohlich sind.
  • Die schnellen Augenbewegungen während der Therapie simulieren die Augenbewegungen, die wir im Traum machen. Da im Traum Erinnerungen sortiert und im Langzeitgedächtnis gespeichert werden, soll EMDR so Gedächtnisprozesse anregen und eine schnellere Heilung ermöglichen.
  • Die rhythmischen Augenbewegungen sollen zur Entspannung verhelfen und die bedrohlichen Erinnerungen an neutrale Reize koppeln.

Der Ablauf einer EMDR – Traumatherapie-Sitzung

Der EMDR Prozess besteht aus acht Phasen.

  1. Anamnese
    Hier wird das Anliegen des Klienten besprochen. Seine bisherigen Lösungsversuche angeschaut und über belastende Erlebnisse aus der Vergangenheit gesprochen. Es wird auch geprüft, ob EMDR die ideale Methode für das Anliegen ist, oder ob vielleicht EMDR nicht eingesetzt werden darf.
  2. Stabilisierung und Vorbereitung
    EMDR kann anstrengend sein. Manchmal ist der Klient zu instabil, oder das traumatische Erlebnis ist noch zu frisch. Ziel ist, den Klienten zu stärken.
  3. Bewertung
    Eine einzelne Erinnerung wird bewertet.
    Ein zur Erinnerung passender negativer Gedanke wie „Ich bin starr vor Angst“ – und die emotionale Belastung wird bewertet.
    Ein passender positiver Gedanke wird erarbeitet, z.B: „Ich schaffe DAS“.
  4. Desensibilisierung/Reprozessierung
    Erst jetzt kommt es zur bilateralen Stimulation mittels Augenbewegung, Tönen oder Tapen.
  5. Verankerung
    Hat sich die Belastung aufgelöst, wird der positive Gedanke noch mal überprüft und mit bilateraler Stimulation verankert.
  6. Körper-Test
    Alle Missempfindungen zur bearbeiteten Situation sollten verschwunden sein.
  7. Abschluss
    Es wird über den Ablauf der EMDR-Traumatherapie-Sitzung gesprochen, und zusätzliche Aufgaben für zu Hause werden geklärt.
  8. Überprüfung – Planung – Integration
    Bei der nächsten Sitzung wird der Erfolg überprüft.

(´Eye Movement Desensitization and Reprocessing´ - auf Deutsch: Augenbewegungs-Desensibilisierung und Wiederaufarbeitung ) ist eine moderne, in den USA entwickelte Behandlungsmethode, die anfangs vor allem zur Behandlung traumatisierter Personen eingesetzt wurde, (Ängste & Phobien, Schmerztherapie, Sexualstörungen, emotionale Blockaden, Coaching, Ressourcenarbeit etc.) eingesetzt wird.

EMDR ähnelt in einigen Punkten (z.B. Bewegung eines Objekts vor den Augen) hypnotischen Vorgehensweisen und wird deshalb von vielen Hypnotherapeuten als sehr "hypnoseverwandt" empfunden. Tatsächlich lässt es sich auch exzellent mit der Hypnose / Hypnotherapie kombinieren und in unzählige bekannte hypnotische Behandlungskonzepte integrieren. Viele Kollegen berichten davon, dass das EMDR ihre Arbeit sehr bereichert hat, weil man teilweise extrem schnelle Therapieerfolge damit erzielt und es auch "festgefahrenste" Blockaden häufig in kürzester Zeit zu lösen vermag.

EMDR ist also sowohl eine starke Therapiemethode für sich, als auch ein wirkungsvolles Spezialwerkzeug, das man bei Bedarf gezielt zur Bearbeitung einzelner Themen und Blockaden einsetzen kann.

Anja_Dreher-Kruehsel

Anja Dreher-Krühsel

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